TFT Monitore haben mittlerweile die Röhrenmonitore von den meisten Arbeitsplätzen verdrängt, und auch im Privaten Haushalten wächst der Anteil der LCD-Monitore. Jeder der über eine Neuanschaffung eines TFT-Monitors nachdenkt, sollte sich über ein paar Kriterien Gedanken machen.
Doch nach welchen Kriterien sollen TFT-Monitore angeschafft werden? Was ist bei Bildschirmgröße, DVI-Schnittstelle, Blickwinkel, Kontrast, Reaktionszeit, Stromverbrauch zu berücksichtigen? Hier ein paar Informationen, was Sie beim Kauf eines TFT-Monitors beachten sollten.
Vorteile & Nachteile von TFT-Monitoren im Gegensatz zu Röhrenmonitoren
TFT-Monitore Vorteile | TFT-Monitore Nachteile |
Platz sparend | Auflösung (beste Auflösung vom Hersteller vorgegeben, bei einer anderen Auflösung wird das Bild interpoliert und es wird unscharf.) |
geringeres Gewicht und dadurch besser zu transportieren | Reaktionszeit des TFT-Monitors (alles was >12ms ist für extrem Spieler nicht geeignet.) |
niedriger Stromverbrauch | Kontrastverhältnis |
TFT-Monitor senden keine elektromagnetischen Strahlen aus | Blickwinkel (blickwinkelabhängiger Kontrast) |
keine Auswirkung bei äußerer magnetischer Beeinflussung (z.B. durch Lautsprecher, Stromkabel) | Pixelfehler sind möglich ( Die Hersteller sichern sich durch ihre Garantiebestimmungen ab.) |
keine Linearitätsprobleme | Anschlussmöglichkeit (evtl. muss auch eine neue Grafikkarte gekauft werden). |
wenig Hitzeentwicklung |
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homogene Ausleuchtung |
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schärfere Bilddarstellung (ABER !! nur bei der vom Hersteller angegeben besten Auflösung) |
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flimmerfrei (Bild wird nicht zeilenweise aufgebaut) |
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optimale Geometrie |
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100% Konvergenzfehler frei (in den Randbereich konstante Bildschärfe) |
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längere Lebensdauer (bis zu 50.000 Stunden) |
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Beim Kauf eines TFT / LCD Monitor sollte auf 6 Kriterien geachtet werden.
1. Bildschirmgröße / Auflösung
2. Reaktionszeit des TFT-Monitors
3. Kontrastverhältnis
4. Blickwinkel / Betrachtungswinkel
5. Pixelfehlerklasse
6. Anschlussmöglichkeit
Bildschirmgröße / Auflösung
Die Bildschirmgröße ist für bestimmte Anwendungsgebiete wichtig. Die Frage "Welches Display wofür?" stellt sich also. Generell muß jeder Anwender diese Frage für sich beantworten. Die häufigsten TFT-Monitor Größen sind z.Z. 17", 19" und 21". Wir können Ihnen ein paar Anregungen hierzu geben, deshalb finden Sie weiter unten die wichtigsten Anforderungen für Büroanwendungen, Spieler / Gamer, Grafikprofis und Viewer (DVD/TV) zusammengefaßt. Bei der Auflösung ist die vom Hersteller empfohlene Angabe zu beachten. Denn nur hier ist die optimale Darstellung der Grafiken gewährleistet. Alle anderen Auflösungen werden meist interpoliert dargestellt, also evt. unscharf.
Reaktionszeit des TFT-Monitors
Von den alten Displays kennt man es noch: Man zieht schnell die Maus von einer Ecke in die andere und schon ziehen Schlieren über den Bildschirm. Die technische Ursache ist die langsame Reaktionszeit der einzelnen Pixel, die einzeln angesteuert werden. Die Zeit, die ein Leuchtpixel braucht, um von Dunkel auf Hell umzuschalten wird in Millisekunden (ms) gemessen und wird als Reaktionszeit angegeben. Verwirrend sind bislang nur die unterschiedlichen Normen der Schaltzeitmessung. Ursprünglich wurde die Zeit für den Leuchtwechsel von Schwarz nach Weiß nach Schwarz gemessen, festgelegt in der Norm ISO 9241. Im Handel wurde schnell die Bezeichnung Schwarz-Weiß-Leuchtwechsel (Black-to-White) daraus. Inzwischen gibt es die neue, nicht unbedingt schärfere Norm "ISO 13406/2". Danach wird die Reaktionszeit von Grau zu Grau (Grey to Grey) und nur noch rund die Hälfte der Zeit gemessen. So werden aus 16 ms über Nacht per Norm 8 ms. Wichtig ist daher zu wissen, welche Norm für die Zeitmessung eines speziellen Produkts ausschlaggebend ist. Wichtig ! : Grau zu Grau (Grey to Grey) ist halb so groß wie Schwarz-Weiß-Leuchtwechsel (Black-to-White) .
Kontrastverhältnis (Helligkeit und Kontrast)
Die Helligkeit der TFT-Displays wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) angegeben. Sie reicht von schlappen 200 cd/m2 bis über 800 cd/m2. Die entscheidenden Qualitätsmerkmale sind hier der Kontrast und die Helligkeitsverteilung. Bei letzterer werden die Unterschiede der hellsten und der dunkelsten Stelle eines weißen Bildes gemessen und in ein Verhältnis gesetzt. Die Angabe erfolgt in Prozent. Je größer (näher dran an 100 Prozent) desto besser und desto einheitlicher ist die Helligkeitsverteilung.
Der Kontrast gibt das Verhältnis der Helligkeiten von Weiß zu Schwarz an. "Schwarz" hat in der Praxis auch eine Helligkeit, die in cd/m2 ausgedrückt werden kann. Ziel eines Monitorherstellers sollte es sein, ein helles Weiß und ein dunkles Schwarz zu ermöglichen.
Aus dem Kontrastverhältnis (das bei guten Geräten um 400:1 liegt) und der Helligkeit können Freunde des Dreisatzes direkt die Schwarzhelligkeit errechnen, die bei 50 cd/m2 oder tiefer liegen sollte.
Blickwinkel / Betrachtungswinkel
Die Flüssigkristalle von TFT-Displays geben das Licht gerichtet ab und strahlen deshalb nicht flächig in alle Richtungen, wie es bei einer herkömmlichen TV-Röhre üblich ist. Die Folge: Wenn man ein Display von der Seite anguckt, sieht man zuerst Farbverfälschungen, dann nichts. Der Winkel bei dem diese Effekte eintreten kann unterschiedlich sein, je nachdem ob man sich horizontal oder vertikal von der Monitor-Achse fortbewegt, sie sind abhängig vom verbauten Panel-Typ. Der theoretisch maximal mögliche Blickwinkel liegt bei 180 Grad, darüber hinaus müsste man schon um die Ecke gucken können. Der maximale Blickwinkel in den Herstellerangaben bezeichnet den Abfall des Kontrastverhältnisses auf ein Zehntel des Ausgangswerts. Bei sehr guten Geräten liegt der Winkel bei 160 Grad horizontal und 140 Grad vertikal. Im Büroalltag reichen bereits 110 Grad vollkommen aus.
Pixelfehlerklasse
Wichtig ist darauf zu achten welche Pixelfehlerklasse der Hersteller für sein Panel / Display angibt. Alles was Pixelfehlerklasse 3 & 4 ist, raten wir dazu auf den Kauf zu verzichten. Die meisten TFT-Monitore sind Pixelfehlerklasse 2. Ein paar Hersteller garantieren mittlerweile Pixelklasse 1, doch diese Geräte sind mehr in der oberen Preisklasse zu finden.
Anschlussmöglichkeit
Es gibt zwei Arten von Anschlüssen, den analogen Anschluss (15 Pin Sub) und den digitalen Anschluss (DVI). DVI gibt es in drei Varianten: DVI-I überträgt analoge und digitale Videodaten über einen Bus. Via Adapter lässt sich das DVI-I an den Dsub-15pin-Port jeder Standard-Grafikkarte anschließen. DVI-D überträgt nur digitale Daten, DVI-A nur analoge Daten. Besitzt Ihre jetzige Grafikkarte nur einen normalen D-Sub (Standart VGA) Anschluß, sollten Sie auch über eine neue Grafikkarte mit DVI Anschluß nachdenken. Nötig ist das nicht da die meisten TFT-Monitore über eine Adapter an den D-Sub Anschluß angeschlossen werden können.
Welche Anforderungen haben Sie an die Nutzung eines TFT-Monitors
Jede Anwendergruppe hat andere Bedürfnisse. Wir haben für Sie die wichtigsten Anforderungen für Büroanwendungen, Spieler / Gamer, Grafikprofis und Viewer (DVD / TV) zusammengefaßt.
Büroanwendungen
Ein 17" TFT-Monitor reicht für die normalen Büroanwendungen, Office, Internet, E-Mail-Versenden aus. Je größer das Display ist, umsomehr wird wertvolle Stellfläche vom Arbeitsplatz weggenommen. Es stehen die praktischen Anforderungen im Vordergrund. Design-Aspekte können hier auch eine Rolle spielen.
Spieler / Gamer
Für Spieler kommen mittlerweile andere Faktoren zum Zuge, bislang galt je kleiner die Reaktionszeit, desto besser das Spielvergnügen. Aber Reaktionszeiten sind nicht alles!
Mit TFT /LCD Monitoren unter 16 Millisekunden lassen sich fast alle Spiele problemlos genießen. Wichtiger ist für Gamer mittlerweile das Kontrastverhältnis, um sich auch in dunkelsten Spielewelten zurechtzufinden. Ebenso wichtig ist die beste maximale Auflösung mit der besten Darstellung der Anzeige. Blickwinkel / Betrachtungswinkel sind kein entscheidendes Kriterium, da man meist alleine oder zu zweit vor dem Display sitzt.
Grafik-Spezialisten
Hier sollte mindesten ein 19" TFT Monitor zum Einsatz kommen. Professionelle Grafiker, CAD-Anwender und Multimedia-Fans brauchen eine große Arbeitsfläche und eine möglichst farbgetreue Wiedergabe. Um den Unterschied zwischen Druckbild und Monitorbild möglichst gering zu halten ist eine einfache Kalibrierbarkeit des Monitors ist wichtig.
Für schnelle und flüssige Darstellungen von komplexen Grafiken, sollte die Reaktionszeit <= 16 ms sein.
Viewer (DVD / TV)
Wird der TFT Monitor als TV-Ersatz zum Betrachten von DVD´s benutzt, vielleicht in geselliger Runde, sollte sein Augenmerk auf einen maximalen Betrachtungswinkel richten. Je größer der nämlich ist, desto mehr Personen haben dann etwas von der Heimkino- Vorstellung. Der Fachbegriff lautet hier: Multi-User-Display. Auch hinsichtlich der Reaktionszeiten und Farbwiedergabe werden hier noch höhere Ansprüche als bei den Spielern ans Gerät gestellt. Und bei einer TV-Nutzung sollte man darauf achten, dass sich unter Umständen ein SAT-Receiver an den Monitor anschließen lässt.
Was bedeuten eigentlich .....
Pivot-Funktion
Eine besonders sinnvolle Option für Office-Arbeiter ist die so genannte Pivot-Funktion: Damit kann der Monitor einfach um 90 Grad gedreht werden, so das eine Din-A4-Seite z.B. komplett auf den Bildschirm passt. Durch volldigitale Anschlüsse (DVI) wird die Bildqualität im Vergleich zu analogen VGA-Verbindungen noch einmal deutlich verbessert. Jedoch sollte man vorher überprüfen, ob die eigene PC-Grafikkarte auch einen digitalen DVI-Ausgang bereitstellt.
Auto-Adjust
Die automatische Synchronisation des Bildsignals trägt zur Benutzerfreundlichkeit von TFTs bei. Bildlage (Verschiebungen des Bildes), Frequenz (verhindert sichtbare Streifen) und Phase (vermindert ein Kriseln) können per Tastendruck automatisch an das Eingangssignal der Grafikkarte angepasst werden. Monitore mit einem digitalen Anschluss (DVI) benötigen diese Funktion
Pixel
Pixel (Picture Element) = Bildelement. Die Größe eines Pixels hängt vom Ausgabegerät ab. Je kleiner die Pixel sind und je näher sie beieinander sind, desto höher ist die Auflösung des TFT- /LCD-Monitor´s.
Auflösung
Anzahl der Bildpunkte (Pixel), aus denen sich das TFT-/LCD-Monitorbild zusammensetzt. Sie wird als Produkt der maximal ansteuerbaren Pixel (horizontal) und der Anzahl von Bildzeilen (vertikal) angegeben. Die Anzahl der Bildpunkte wird vom Maskentyp begrenzt. Welche Auflösung realisiert werden kann, hängt nicht nur vom Monitor sondern auch von der Grafikkarte ab.
Interpolation
TFT-Monitore arbeiten mit einer festen, nativen Auflösung. Bei 15-Zoll-TFTs sind dies 1.024x768 Bildpunkte. Ein Bildpunkt entspricht dabei exakt einem Pixel. Liegt die Auflösung niedriger, etwa bei 800x600 Bildpunkten, setzt das Display einen Bildpunkt aus mehreren Pixeln zusammen. Das führt zu Unschärfe-Effekten und im ungünstigsten Fall zu Verzerrungen des Bildinhaltes.
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